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St. Andreas, Neckarhausen

 
Schutzpatron: Heiliger Apostel Andreas
1.600 Katholiken

 

Die Ortschroniken über Neckarhausen datieren ein erstes Kirchengebäude auf das Jahr 1550. Die Neckarhäuser Katholiken gehörten zu der über dem Neckar gelegenen Pfarrei Ladenburg mit einer dem heiligen Andreas geweihten Filialkirche. 1588 wird über den drohenden Einsturz des aus Stein gemauerten Kirchturms berichtet und im Dreißigjährigen Krieg wurde das Kirchengebäude beim Ansturm der Schweden auf die Pfalz 1632 weitgehend verwüstet. Mehr als ein Jahrhundert wurde die Kirche nach ihrer Zerstörung nicht wiederaufgebaut, sodass die Katholiken von Neckarhausen nach St. Gallus Ladenburg gingen, was im Winter beim Übersetzen über den Neckar mit großen Schwierigkeiten und mit Lebensgefahr verbunden war.

Nachdem eine neue Barockkirche unter der maßgeblichen Förderung der Grafen von Oberndorff erbaut worden war, nahm 1785 auch wieder ein Pfarrer Sitz in Neckarhausen. Zuvor wurde das noch junge Kirchengebäude am 27. Februar 1784 bei einem gewaltigen Eisgang erneut schwer beschädigt. Eis und Wasser standen 2,35 Meter hoch im Kirchenschiff. Die Bausubstanz der Kirche überstand glücklicherweise diese Katastrophe. Nach dem Neubau der heutigen Pfarrkirche wurde die alte Barockkirche profaniert. Sie trägt seitdem das Patronat des heiligen Michael. Nach einer gründlichen Sanierung (2002-2004) wird St. Michael als Festraum für Familienfeiern, Konzertsaal, Vortragsraum und Saal für Empfänge und kirchliche Feiern genutzt.

Zu Beginn der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die damalige Barockkirche mit ihren 300 Sitzplätzen schnell zu klein, sodass ein Kirchenneubau direkt neben dem alten Kirchengebäude anvisiert und durchgeführt wurde. Der neue Kirchenraum ordnet die Plätze um den Altar im Halbkreis und ist überwölbt mit einer 13 Meter hohen Kuppel, über die der Altarraum beleuchtet wird.

Am 4. September 1960 wurde die neue Kirche schließlich geweiht. Die Ausstattung und der zentrale Kuppelbau waren während des Baus stark umstritten, weil so ganz neue Wege gegangen und die Ziele des nachfolgenden 2. Vatikanischen Konzils schon teilweise vorweggenommen wurden. Heute gilt die einzigartige moderne Pfarrkirche St. Andreas als ein Meilenstein des Kirchenbaus. Zum 50-jährigen Jubiläum der Einweihung erfolgten von 2008 bis 2010 umfassende Baumaßnahmen zur Sanierung des Kirchengebäudes.

Heute ist St. Andreas als größte Kirche der Seelsorgeeinheit das Zentrum eines vielfältigen Kirchengeländes mit Pfarrhaus, Kindergarten, Gemeindezentrum und Jugendhaus.

 
Gemeindezentrum St. Michael
Nach dem Bau der neuen Pfarrkirche in den 60er Jahren, diente die alte Barockkirche als Gemeindezentrum für kirchliche und weltliche Zwecke der Doppelgemeinde St. Andreas Edingen-Neckarhausen. Im Jahr 1990 wurde das denkmalgeschützte Gebäude wegen Einsturzgefahr der Dachkonstruktion geschlossen. Architekt Johannes Wittekind vom Erzbischöflichen Bauamt Heidelberg nahm sich der 1,4 Millionen Euro teuren Renovierung des Gemeindezentrums, sowie ab August 2002 des Kirchenplatzes an, was heute zusammen mit der Pfarrkirche „ein lebendiges Ensemble für eine agile Gemeinde" bildet.

 

Die Außenfassade ist nach historischen Befunden weiß und sandsteinrot gehalten. Der für die Gegend ungewöhnliche Zwiebelturm wurde in dunkles Kupferblech gehüllt.

Von Innen ist das Gebäude so gestaltet, dass es nun für die unterschiedlichsten Veranstaltungsarten nutzbar ist. Es finden dort ca. 100 Personen Platz, auch wenn Tische beigestellt werden.


Ansonsten können bei größeren Konzerten o.ä. für bis zu 160 Personen Sitzplätze vor der leicht erhöhten Szenenfläche bereitgestellt werden. Die alte, viel zu sperrige Holzbühne, sowie die Holzverkleidung an den Wänden wurden abmontiert. Der Fußboden wurde etwa 30 cm tief ausgehoben, um dort eine Fußbodenheizung zu installieren. Im Rahmen dieser Arbeiten fand man eine Blei­platte und einige weitere historische Gegenstände von einem Bauarbeiter, die sich, laut Landesdenkmalamt, der Grundsteinlegung von 1781 zuordnen lassen und auch an ihrem Fundort bleiben werden. Auch die Deckengemälde aus den 1930er Jahren sind erhalten.



Neben der Fußbodenheizung installierte man noch sehr moderne Haustechnik. Unter anderem eine zentral steuerbare Beleuchtungsanlage, eine großzügig dimensionierte Beschallungsanlage und eine voll ausgestattete Küche im ehemaligen Sakristeiraum.

Der Kirchenraum ist durch Vorhänge im Chorbogen vom Altarraum teilbar. Die Grafenlogen sind als Garderoben oder für kleinere Gesprächskreise nutzbar.


Große Glasfenster und -türen schaffen im Innenraum eine angenehm helle Atmosphäre.

Das gesamte Areal ist barrierefrei für Rollstuhlfahrer gestaltet und im Gemeindezentrum gibt es einen extra Rettungsweg an der Nordseite.

Ansprechpartner
Pfarrbüro St. Andreas
Öffnungszeiten
Montag  09.00 - 12.00 Uhr
 
Gemeindezentrum St. Michael