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St. Aegidius, Seckenheim
Schutzpatron: Heiliger Abt Aegidius
3.700 Katholiken
Die Ersterwähnung einer Kirche in Seckenheim ist für das Jahr 823 datiert, als Kaiser Ludwig die Kirche dem Kloster Lorsch schenkte. Damals wurde sie dem Heiligen Nazarius geweiht, bis Kurfürst Ruprecht das Kirchengebäude 1358 dem Aegidusstift in Neustadt an der Weinstraße übertrug. Damit wechselte auch das Patrozinium von Nazarius auf den Heiligen Abt Aegidius. Dieser ist bis heute Namenspatron der Pfarrei.
Um 1470 wurde das romanische Kirchlein durch einen gotischen Neubau ersetzt. Diese zweite Kirche wechselte mehrfach die Konfession, bevor sie 1650 an die Kurpfalz angegliedert und als Simultankirche für Protestanten und Katholiken genutzt wurde.
Im Laufe der Jahrhunderte überstand das Kirchengebäude zahlreiche Kriege, bis der Neckar die Fundamente des vorderen Teiles der Kirche unterspülte und einen weiteren Neubau erforderlich machte. Die von Schlossbaumeister Sigismund Zeller errichtete Barockkirche wurde 1738 eingeweiht.
Mit dem Bau der evangelischen Erlöserkirche 1869 endete die Nutzung der Kirche durch die Protestanten. Aufgrund des stetigen Bevölkerungswachstums in Seckenheim war die dritte St. Aegidiuskirche bald zu klein und so errichtete die katholische Pfarrei ein neues Kirchengebäude, das am 27. Mai 1906 von Weihbischof Friedrich Justus Knecht eingeweiht wurde.
Die Kirche überstand beide Weltkriege unbeschadet, bis sie am 28. März 1945 beschossen wurde und bis auf die Grundmauern abbrannte. Unter den schwierigen Bedingungen der Nachkriegszeit erfolgte der Wiederaufbau der Pfarrkirche, außen weitgehend originalgetreu, im Innern vereinfacht. Der Turm erhielt zunächst nur ein Notdach, die Turmhaube konnte 1958 rekonstruiert werden.
In den folgenden Jahrzehnten wurde der Kirchenraum nach und nach ergänzt und an die Bedürfnisse der Pfarrei angepasst. Zum hundertjährigen Jubiläum im Jahr 2006 führte die Pfarrgemeinde eine aufwendige Renovierung und Umgestaltung durch.
Heute ist der Innenraum ganz in Weiß und einigen hellen Goldtönen gehalten. Der Altar steht auf einer kreisrunden dreistufigen Insel, die von drei Seiten mit Kirchenbänken umgeben ist. Mehr als 10 Jahre nach der umfassenden Renovierung der Pfarrkirche wurde eine neue Orgel in Auftrag gegeben, von der renommierten Orgelbaufirma Seifert in Kevelaer erbaut und am 28. Mai 2017 eingeweiht.


