Das Kinderhaus stellt sich vor
Das Kinderhaus St. Franziskus gehört der kath. Kirchengemeinde St. Sebastian - Seckenheimer Hauptstraße 78, 68239 Mannheim – an und ist Teil des Gemeinde St. Bonifatius.
Die Öffnungszeiten
- Ganztagesbetreuung: Montag bis Donnerstag 7:30 bis 17:00 Uhr; Freitag 7:30 bis 16:00 Uhr
Verlängerte Öffnungszeit: Montag bis Freitag 8.00 bis 14 Uhr
Die Gruppen
- eine Krippengruppe; zehn Kinder: Ganztagesbetreuung für alle Kinder
- vier Kindergartengruppen:
- zwei Gruppen; je 22 Kinder; Verlängerte Öffnungszeit
- eine Mischgruppe; 10 Kinder in der Ganztagesbetreuung, 12 Kinder in der VÖ Betreuung
- eine Ganztagesgruppe; 20 Kinder
Die pädagogischen Mitarbeitenden
- Kinderhausleitung
- Gruppenteams:
- zwei pädagogische Fachkräfte pro Kindergartengruppe
- eine weitere pädagogische Fachkraft, zuständig für die Kindergartenkinder der Ganztagesbetreuung und Vertretung der übrigen Kräfte
- drei pädagogische Fachkräfte in der Krippe
Die pädagogischen Mitarbeitenden sind einschlägig ausgebildete Fachkräfte: Erzieher/innen, Pädagoginnen mit Hochschulabschluss und Kinderpflegerinnen.
Regelmäßige, verpflichtende Weiterbildung und Schulung aller pädagogischen Mitarbeitenden ist Bestandteil des Qualitätsmanagements der Einrichtung.
Unterstützt werden die pädagogischen Fachkräfte von jungen Menschen, die ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren und Praktikanten/innen.
Das Wirtschaftspersonal
- 2 Reinigungskräfte
- 2 Hausmeister
Die Räumlichkeiten
Die Gruppenräume verteilen sich über zwei Stockwerke. Im Erdgeschoss befinden sich der Krippenbereich und zwei Kindergartengruppen, im Obergeschoss zwei weitere Kindergartengruppen.
Neben den Gruppenbereichen stehen verschiedene Funktionsbereiche zur Verfügung:
- ein Bewegungsraum mit Turngeräten, der auch als Versammlungsraum genutzt wird
- ein großes Foyer
- Nebenräume
- Werkecke
- zwei Küchen
- Personalraum
- Für Besprechungen steht im benachbarten Pfarrhaus der Sitzungsraum zur Verfügung.
- Für besondere Veranstaltungen – Workshops, Theater- oder Musikaufführungen – werden Räumlichkeiten des Gemeindehauses „Bernhardushof“ genutzt.
Das Außengelände
Das großräumige Außengelände lädt zu abwechslungsreichen Tätigkeiten ein. Es ist untergliedert in:
- Separate Spielbereiche für Krippen- und Kindergartenkinder
- Bereiche zum Toben, Klettern, Schaukeln und Kräfte erproben
- Einen Hartplatz für Fußballspiel und andere Gemeinschaftsspiele
- Rollenspiel- und Rückzugsbereiche, wie Häuschen, Verkaufsstand, Ritterburg
- Bereiche, die zum kreativen Tun einladen, wie eine großzügig angelegte Sand-Wasseranlage, eine Naturmurmelbahn und Flächen, die zum Malen mit Straßenmalkreide einladen
- Gepflasterte Bereiche, die zum Fahrzeugfahren oder Rollerfahren einladen
Großer Beliebtheit erfreut sich die Rutschbahn, die vom Obergeschoss direkt in die Außenanlage führt. Mindestens einmal pro Monat sind alle Kinder, auch die Jüngsten, zur Rutschgaudi eingeladen. Diejenigen, welche sich (noch) nicht trauen, haben die Möglichkeit, gemeinsam mit einer päd. Kraft zu rutschen.
Das Kinderhaus – Teil der katholischen Kirchengemeinde Mannheim St. Sebastian

Unser Kinderhaus ist Teil der Pfarrei St. Bonifatius und bietet einen Ort der Begegnung und Gemeinschaft aller Beteiligten. Die räumliche Nähe zu Kirche, Gemeindehaus, Gemeindebüro und Jugendhaus ermöglicht durch kurze Wege gute Kontakte, sowie die Nutzung weiterer Räumlichkeiten. Durch die enge Zusammenarbeit mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Pfarrei und ein gutes Vernetzt sein innerhalb der gesamten Seelsorgeeinheit spüren die Kinderhausfamilien, dass die Einrichtung Teil der Gemeinde St. Sebastian ist.
Die Kinder lernen das Gebäude Kirche kennen, feiern Gottesdienste in der St. Bonifatius Kirche und Abenteuerlandgottesdienste in Edingen in der St. Bruder Klaus Kirche, beteiligen sich bei der Fronleichnamsprozession und erleben auf vielfältige Weise, dass sie sich ins Gemeindeleben einbringen und dieses aktiv mitgestalten können.
Das Kinderhaus wird geboren
Auszug aus dem Festgottesdienst am 05.06.2016 zum 125jährigen Bestehen des Kinderhauses
Vor 800 Jahren lebte in Italien ein Mann. Er wurde Francesco genannt. Hier, in Deutschland nennen wir ihn Franziskus. Franziskus war ein Freund Jesu. Deshalb wollte er sein Leben so führen, wie Jesus es damals vorgelebt hatte. Er zog umher, erzählte den Menschen von Gott und kümmerte sich um diejenigen, die Hilfe brauchten – um Benachteiligte, Arme und Kranke.
Seine Lebensweise beeindruckte einige Männer so sehr, dass sie sich ihm anschlossen. Es wuchs eine Gemeinschaft, die nach dem Vorbild Jesu lebte. Später entstand daraus der Franziskanerorden, dem bald nicht nur Männer, sondern auch Frauen angehörten. Die Liebe Gottes wollen sie mit ihrem Leben in die Welt hinaus tragen.
Über 600 Jahre später, lebten in Deutschland, in dem Dorf Friedrichsfeld, zahlreiche Kinder sich selbst überlassen. Ihre Eltern mussten für den Lebensunterhalt hart arbeiten; auf dem Feld, bei der Eisenbahn, in den Fabriken. Während die Eltern arbeiteten, tummelten sich ihre Kinder auf den Straßen – wo sie Gefahren ausgesetzt waren. Manche Kinder wurden zuhause eingesperrt, weil ihre Eltern sie vor den Gefahren beschützen wollten.
Die Eltern wünschten sich sehnlich einen Ort für ihre Kinder, an dem sie sicher waren. Sie wollten ihre Kinder versorgt und betreut wissen.
Herr Pfarrer Faulhaber aus Seckenheim erkannte die Not und setzte sich mit Nachdruck für die Kinder ein. Sein Engagement führte dazu, dass am 05.03.1891 die Genehmigung zur Errichtung einer Kleinkinderschule erteilt wurde. Noch im selben Jahr wurde die Kleinkinderschule im ehemaligen Schulhaus untergebracht – unser Kindergarten war geboren!
Betreut wurden die Kinder von Ordensfrauen – von Franziskanerinnen, Angehörige des Ordens, den der o.g. Heilige Franziskus gegründet hatte.
Die Kinder in Friedrichsfeld waren nun versorgt und nicht länger sich selbst überlassen. Den Eltern war eine riesengroße Last genommen.
Damals wurden täglich 60 bis 70 Kinder 6 bis 8 Stunden lang von einer Ordensfrau betreut.
Generationen von Kindern wurden von den Franziskanerinnen aus Gengenbach begleitet.
Zum 100 jährigen Bestehen des Kindergartens berichtet Herr Pfarrer Haller:
„ Die Schwestern haben … in selbstlosem Einsatz den Kindern die ersten Erfahrungen in die Gemeinschaft vermittelt und unzähligen jungen Mädchen und Frauen Hilfen gegeben für das Leben in Beruf und Familie. Wir dürfen sicher alle mit Recht stolz sein auf die seelsorgerischen wie auf die sozialen Leistungen, die sie für den ganzen Stadtteil erbrachten.“
Den Franziskanerinnen, die hier gewirkt haben, verdankt das Kinderhaus seinen Namen: „St. Franziskus“.
„Der Weg zu Gott kann niemals am Menschen vorbeiführen.“ Dieses Zitat ist uns vom Heiligen Franziskus überliefert. Was es bedeutet, hat er uns vorgelebt. Und ebenso die barmherzigen Schwestern, die so segensreich 100 Jahre lang in Friedrichsfeld gewirkt haben.

