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Bildungswerk St. Aegidius

 
Das Bildungswerk der Pfarrei St. Aegidius bietet Vortragsabende zu den Themen Kultur, Kunst, Literatur, Geschichte und Gesundheit an. Diese und andere Themen werden mit dem Ziel verfolgt, dem Bildungsauftrag der Kirche im engeren Sinn, beispielsweise die Vermittlung und Vertiefung des Glaubens sowie der religiösen Bildung, nachzukommen. Dabei legen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bildungswerks bei der Suche nach Referentinnen und Referenten großen Wert auf Niveau und Aktualität sowie auf eine seniorengerechte Ausrichtung der Themen. Im Schnitt bietet das Bildungswerk jeden Monat eine Veranstaltung an. Stark nachgefragt ist die jährliche Studienfahrt, bei der über mehrere Tage kulturelle und historische Führungen angeboten werden. Es bestehen enge Kooperationen mit dem evangelischen Bildungswerk sowie dem Bildungswerk in Edingen.
Bitte beachten Sie unsere aktuellen Veranstaltungshinweise im Veranstaltungskalender und im Pfarrblatt SENFKORN.
 

NACHGEREICHTES vom Bildungswerk zum Vortrag „Donum vitae“

Bei der heute geltenden Formulierung des §218 war die kath. Kirche maßgeblich beteiligt - vor allem was die gesetzlich vorgeschriebene Beratung und deren Bestätigung betrifft bei Fällen in denen eine Schwangerschaft Angst, Sorge und Not auslöst. Da die danach ausgestellte Bescheinigung aber auch für eine Legiimierung eines Abbruchs verwendet werden kann, kam von Rom ein Veto, das die deutschen Bischöfe ultimativ verpflichtete aus der nach langem Ringen zu Stande gekommenen Staatlichen-Kirchlichen-Kooperation auszusteigen. Alle Versuche Rom umzustimmen fanden in Rom kein Gehör; auch nicht mit dem Argument, dass die katholische fachkundige Beratung und Hilfe die Schwan-gerschaftsabbrüche nachweislich deutlich zu verringern halfen. Das trug dann mancherorts wohl dazu bei, DONUM VITAE die Beihilfe zum Mord zu unterstellen. In dieser Situation folgten zahlreiche mutige Katholik*innen ihrem Gewissen, in dem sie sich dem christlichen Menschenbild verpflichtet fühlten und gründeten vor ca. zwanzig Jahren den Verein DONUM VITAE. Sie begannen diese Arbeit ohne materielle Absicherung und ohne Kirchensteuermittel, durften ihren Einsatz aber nicht mehr als katholisch bezeichnen. Seit der Gründung wird DV bundesweit durch Spenden von vielen Unterstützern getragen sowie von Kommunen und Ländern gefördert. Inzwischen wird ja öffentlich die Fristenlösung wie in Nachbarländern gefordert. Da zeigt sich jetzt wie wichtig es war, dass DV seinerzeit die Kooperation mit den staatl. Stellen nicht aufgekündigt hat und sich in den 'Beratenden Gremien' deutlich für das christl./kath. Menschenbild stark machen kann.

So ist und bleibt DONUM VITAE mit seinen Mitarbeitern im Laienstand wohl einer der wenigen katholischen Leuchttürme, dem - wenn auch immer noch außerhalb der offiziellen 'Kath. Kirche' tätig - von vielen Seiten (gerade auch von kirchenfernen) Wertschätzung entgegengebracht wird, während - nicht erst aktuell - eine nicht kleine Gruppe klerikaler Amts- und Würdenträger zum Glaubwürdigkeitsverlust beigetragen haben und beitragen.

 

Die fatalen Folgen des Missbrauchs von nicht wenigen Klerikern für unbescholtene kath. Priester
Das Bildungswerk sieht sich in der Pflicht für eine notwendige Differenzierung zu werben und vor pauschalen Verdächtigungen zu warnen.
Die anrührenden 'Morgengedanken' (in gekürzter Form) von Pfarrer Paul Schobel in SWR4 vom 22.Okt. sind da sehr aufschlussreich:

Es ist kein gutes Gefühl, einer Berufsgruppe anzugehören, die negative Schlagzeilen macht. Über 5% der Priester u. Ordensleute haben sich an Kindern und Jugendlichen vergangen. Manchmal fühle ich mich auf der Straße, bei Begegnungen, ja selbst im Gottesdienst wie von Röntgenaugen durchbohrt: Bist du auch einer von denen? Keiner von uns Klerikern, der nicht an diesem Kollateralschaden zu leiden hat: Die Verkündigung des Evangeliums ruht ja ausschließlich auf den Grundpfeilern des Vertrauens. Glaube lebt von Glaubwürdigkeit dessen, der ihn wecken und vermitteln will... Ich bin dankbar, dass mir trotz aller Skandale so viele Menschen ihr Vertrauen schenken... auch im kirchenfernen Raum... dass ein Sterbender nach meiner Hand greift - Trauernde Trost und junge Menschen Rat bei mir suchen. Ich danke jenen Eltern, die sich freuen, wenn mich ihre Kinder herzen und umarmen.
Nehmen Sie uns Priester in Ihre Mitte, so bitte ich christliche Gemeinden und alle Menschen guten Willens. Auch wir sind Menschen und Sünder - wie alle. Auch in uns schlägt ein Herz voller Sehnsucht, angenommen und geliebt zu sein.
Darum muss die Kirche endlich ihre Haltung zur Sexualität entkrampfen, sie als Geschenk Gottes neu erschließen und auch ihren geweihten Amtsträgern zugestehen, sie in Ehe und Partnerschaft zu leben. - Meiner Kaste aber schreibe ich ins Stammbuch: Schluss mit aller Überheblichkeit und dieser unsäglichen PfarrHerrlichkeit. Missbrauch beginnt im Amtsmissbrauch. Denn wir sind, so mahnt uns der Apostel Paulus, "nicht Herren des Glaubens, sondern Diener eurer Freude" (2.Brief an die Korinther 1,24).