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Vorwort zur Geschichte

 
 

Für manchen Außenstehenden mag es seltsam klingen, der Name Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB). Doch der Name des Verbandes steht für sein Programm. Die "KAB" soll eine Brücke sein zwischen Kirche und Arbeitswelt. Das haben mutige Gemeindemitglieder 1907 beherzigt, als sie den Katholischen Arbeiterverein Seckenheim gründeten.
Und genau dieses haben Frauen und Männer, in den sozialen religiösen und gesellschaftspolitischen Herausforderungen, in ihrer jeweiligen Zeit versucht auch um zusetzten.
In ihren Beiträgen und Aktionen haben sie ihre Stimme erhoben für mehr soziale Gerechtigkeit auf der Grundlage der christlichen Soziallehre. Der Christlichen Botschaft wird dort am meisten geglaubt, wo sie gelebt wird.
Daher braucht es auch heute die KAB als starken Sozialverband der Kirche Vorort, im Bezirk, auf der Diözesan - und der Bundesebene, damit  christliche Werte in der Arbeiterschaft weiterhin gefördert werden, damit sie ihre Stimme zu drängenden Probleme unserer Zeit erhebt, weiterhin Vorträge und Diskussionsrunden zu religiösen, politischen oder kulturellen Themen anbieten.
Damit darf die Gemeinschaft untereinander nicht vernachlässigt werden. Denn die persönliche Begegnung spielt eine große Rolle im Selbstverständnis der KAB.
Es wird weiterhin von großer Bedeutung für unsere Kirche sein, ob es genug sozial engagierte Christinnen und Christen gibt, die den Mut haben für die Rechte der Arbeitslosen, der Armen in den Randgebieten und der Rechte der Frauen und Männer in der Arbeitswelt  zu streiten.
Daher brauchen wir neben der Arbeit auch das Gebet, die Bitte an Gott, er möge uns Wege zeigen, wie wir selbst eine Kultur der Solidarität pflegen und auch die Solidarität der anderen einfordern.
 
Im Jahr 2022 feierten wir das 115 jähriges Bestehen.
 
Der Vorstand der KAB Unterer Neckar

 

 

 

 


 

 

Geschichte der KAB

Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB)

Die katholischen Arbeitervereine haben in ganz Deutschland eine große Tradition.

In unserer Pfarrei gründete Pfarrer Josef Scheu am 1. Januar 1895 einen Arbeiterverein, der am 11. Februar 1904 in das Vereinsregister beim großherzoglichen Amtsgericht Mannheim eingetragen wurde.

Betätigung im kirchlichen Leben, Hebung der Standestugenden: Arbeitsamkeit, Ehrlichkeit, Mäßigkeit, aber auch die Einrichtung einer Sparkasse wurde in der Vereinssatzung verlangt.

Ziel der Arbeitervereine war die soziale Hebung des Arbeiterstandes.

Die Kasse des Arbeitervereins Neckarhausen gab schon um die Jahrhundertwende Darlehen an Mitglieder zum Bau von Eigenheimen.

Den ersten Weltkrieg überstand sie gut.

Um bei dem Verbot des Arbeitervereins 1933 und dem Vermögensübergang auf die Deutsche Arbeitsfront zuvorzukommen, wurde auf Darlehensrückzahlungen verzichtet und das Reinvermögen der Pfarrei übereignet.

Nach dem Zusammenbruch erhielt die Pfarrei St. Andreas erst 1949 von der Militärregierung die Erlaubnis zur Wiedergründung des Arbeitervereins.

Die Männer schlossen sich zum Katholischen Männerwerk zusammen, das innerhalb der Pfarrei die Arbeit im Sinne der christlichen Sozialbewegung fortsetzte.

Am 22. März 1955 wurde aus dem Männerwerk heraus die Werkvolk-Gruppe gegründet, deren erster Vorsitzender Herr Josef Flügel war.

Auf dem Verbandstag in Nürnberg am 1. Juli 1971 wurde das Werkvolk in „Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB)" umbenannt.

Die Ortsgruppe Neckarhausen konnte am 8. März 1980 in festlichem Rahmen, in dem auch der Bezirkstag des KAB-Bezirksverbandes Mannheim stattfand, sein 25-jähriges Bestehen feiern.

Seit 1962 wird die KAB-Gruppe mit nur kurzer Unterbrechung sehr erfolgreich von Herrn Karl Blum geleitet.

Als freie Vereinigung katholischer Arbeitnehmer ist die KAB nach ihrem Auftrag Kirche in der Welt der Arbeit und Stimme der Arbeitnehmer in der Kirche.

Im Geiste der katholischen Soziallehre will sie eine immer gerechtere soziale Gesellschaftsordnung aufbauen helfen. Sie will aus christlicher Grundhaltung in die Gesellschaft hineinwirken.

KAB setzt die Tradition der katholischen Arbeitervereine fort.